Interview mit Andreas Schindler

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Andreas, welche Aufgaben hast du im Holzer Permaculture-Team?

Ich arbeite für die Holzer permaculture solutions und bin dort in erster Linie für die Kommunikation zuständig, also Ansprechpartner für alle, die unsere Beratungs- und Planungsleistungen in Anspruch nehmen wollen. Kurz: Ich bringe Menschen mit unseren Ideen, bzw. mit anderen Menschen zusammen.

Mit welchen Anliegen kommen denn die Leute zu euch?

Auf die eine oder andere Weise drehen sich fast alle Anfragen um die Themen Wasser, Boden und Bodengesundheit. Die Klimakrise hat längst schon ihre sichtbaren Spuren in der Landschaft hinterlassen und die Menschen sehen sehr wohl, dass sie darauf reagieren müssen. Einerseits sind es Land- und Forstwirte und -Innen, die ihren Betrieb umstellen oder weiterentwickeln wollen, andererseits aber auch Personen, die ihr Grundstück nach Permakultur-Überlegungen gestalten, bzw. umgestalten möchten. Viele wünschen sich auch eine Beratung, die ihnen bei der Kaufentscheidung hilft. „Taugt das Grundstück was? Wo sind die Risiken?“. Wir sehen uns dann an, wie es um die Geologie und die Wasserversorgung steht, ob es Gefahrenzonen gibt, analysieren Potenziale und Limitationen. Kurz: wir machen die Stärken und Schwächen des Landes sichtbar und erarbeiten Konzepte, die für die jeweilige Situation maßgeschneidert sind.

Und dann?

Dann weiß man, woran man ist, was man an Ort und Stelle machen kann und was nicht. Jeder Bewirtschaftungsplan, jedes Design braucht zuerst einmal eine Bestandsaufnahme: eine Auseinandersetzung mit der spezifischen Geologie und Hydrologie, dem Klima und so weiter. Das hilft enorm bei den weiteren Schritten wie Planung und Umsetzung, spart Nerven, Zeit und Geld. Man sollte nie ohne Expertise, ohne sachkundige Beratung „ins Feld ziehen“, denke ich.

Was hat dich zur Permakultur geführt?

Mein Freund und Bruder-im-Geiste, Richard Mahringer, der ja auch am Krameterhof tätig ist, hat mich vor vielen Jahren nach Australien geschickt. Er hat dort eine Schwester, Gabi, die einen Permakultur-Hof, die Boonderoo Farm, in den Australischen Alpen betreibt. Eine spannende Sache sei das und unbedingt eine Reise wert. Er hatte recht. Ich habe schnell Anschluss gefunden und mich in das Land, die Leute, den Hof und in das Permakultur-Konzept verliebt. Ich war damals Mitte 20. Der Zugang der Permakultur hat mich sofort angesprochen und meine Begeisterung hält bis heute an.

Was daran findest du spannend?

Permakultur ist für mich so positiv besetzt, weil sie Lösungen anbietet, die schlüssig, umsetzbar und wirksam sind. Nicht das Problem steht im Vordergrund, sondern die Frage: „Was kann man hier machen?“. Und irgendwas geht immer. Die Natur ist unglaublich einfallsreich und daher gibt es meistens eine ganze Reihe von Möglichkeiten. Diese herauszuarbeiten finde ich spannend und lohnend. Heinz von Förster, ein Philosoph der mich sehr geprägt hat, sagt: „Handle immer so, dass die Anzahl der Möglichkeiten wächst.“ Genau das macht Permakultur so besonders, so nützlich: Sie schafft die Möglichkeit von Möglichkeiten, wie Förster sagen würde. Das Potenzial ist jedenfalls riesig, das kann ich aus eigener Erfahrung berichten. Ich beobachte seit Jahren sehr genau, was Josef mit seinem Team alles bewegt und umsetzt. Und noch immer bin ich fasziniert, wenn ich sehe, wie vieles man in relativ kurzer Zeit verbessern kann. Die Regenerationskraft der Natur ist enorm und daraus kann man Hoffnung schöpfen. Das zu vermitteln ist mein Ziel, denn es gibt schon genug schlechte Nachrichten da draußen. Permakultur hat gute Nachrichten für die Welt.

Du hast das Permakultur- Konzept in Australien kennengelernt?

Richtig. Ich habe insgesamt gut eineinhalb Jahr in Australien gearbeitet, recherchiert und mir viele Permakultur-Projekte angesehen. Durch Zufall bin ich so auch nach Tasmanien zu Bill und Lisa Mollison gekommen. Ich habe für die beiden gearbeitet, wir haben uns angefreundet und Bill hat mir als Dankeschön einen Permaculture-Design-Course geschenkt, den er gemeinsam mit Geoff Lawton an der Uni in Melbourne abgehalten hat. Das war 2009 und eines der letzten Male, dass er unterrichtet hat. Zurück in Österreich habe ich hier am Krameterhof den einjährigen Permakultur-Praktiker-Lehrgang gemacht – bei Josef und Sepp. Daneben habe ich beim unvergleichlichen Georg Schramayr eine Ausbildung zum Natur- und Landschaftsvermittler absolviert und bei der Bio-Forschung-Austria habe ich bei Wilfried Hartl die Ausbildung zum Bodenpraktiker gemacht. Seit Herbst 2020 arbeite ich für und mit dem Josef, den ich jetzt auch schon seit 11 Jahren kenne und der mittlerweile zu einem Freund geworden ist.

„…“

Und davor hast du was gemacht?

Ganz etwas anderes. Ich war 22 Jahre lang beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk, dem ORF. Mit 19 habe ich dort als Reporter angefangen, später war ich sendungsverantwortlicher Redakteur und habe viele Jahre lang auch Radio-Journalisten und -Journalistinnen ausgebildet. Zuletzt war ich als Produzent tätig und habe auch einen Blog zu Umweltthemen geschrieben.

„…“

Das heißt, du bist nicht wirklich vom Fach?

Nein, eine klassisch landwirtschaftliche Ausbildung habe ich nicht. Ich habe mir vieles selbst beigebracht und das Glück gehabt, immer wieder auf besonders gute Lehrer und Lehrerinnen gestoßen zu sein. Ich komme aus einer Handwerksfamilie, bin in einer Konditorei und einem Wirtshaus auf dem Land aufgewachsen und weiß, dass ein Lehrling, der etwas Vernünftiges lernen will, zuerst einmal einen Meister oder Meisterin braucht. Nur mit der richtigen Expertise im Rücken kommt man auch weiter – und die habe ich gefunden. Mir ist schon klar, dass sich das jetzt sehr werblich anhört, aber Josefs Wissen und Erfahrung beeindrucken mich auch noch nach vielen Jahren. Ich lerne fast jeden Tag etwas dazu und würde ihn gerne vervielfältigen können, damit mehr Menschen was von ihm haben.

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