Interview mit Regina Folzwinkler

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Regina, was hat dich zur Landwirtschaft geführt?

Die hat mich schon immer interessiert. Wenn ich als Kind darüber nachgedacht habe, was ich später einmal werden möchte, habe ich mir immer gedacht: „Am gescheitesten wäre es, wenn ich meine Lebensmittel selber herstellen könnte“. Ja, und so bin ich eben zur Landwirtschaft gekommen. Andererseits: auf einem großen Ackerbaubetrieb, oder in einer reinen Milchviehwirtschaft wäre ich sicher nicht glücklich geworden. Aber hier passt es mir gut.

Inwieweit hast du dir den Kindheitsplan, dein Essen selber zu erarbeiten, verwirklicht?

In meinem jetzigen Leben habe ich hier am Krameterhof eine riesige, bunte Vielfalt an ganz unterschiedlichen Sachen, die ich produzieren kann. Das macht zwar ganz viel Arbeit, aber eben auch wahnsinnig viel Spaß. Es sind schon oft anstrengende, kurzzeitig auch monotone Arbeiten, aber eben ganz viele verschiedene und genau das gefällt mir daran. Hätte ich jeden Tag die gleiche Arbeit, den gleichen Rhythmus, würde mir das nicht entsprechen, denke ich.

Du hast Agrarwissenschaften studiert. Hast du da Schwerpunkte gesetzt?

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Das Thema ökologischer Landbau hat mich immer interessiert, also die Agrarökologie und der Umweltschutzaspekt. Meine Bachelorarbeit habe ich zum Beispiel über die Blütenbesucher in einer Polykultur geschrieben. Da haben wir Hauptkulturen wie Mais oder Hirse mit verschiedenen Untersaaten gemischt und im Feldversuch aufgenommen, wie groß der Blütenreichtum ist, welche Blütenbesucher angezogen werden und wie groß die Bestäubungsleistung ist. Schlussendlich ging es um den Ertrag und die Frage, wie das alles zusammenspielt.

Regina, du bist auch in das Kurs- und Lehrgangsprogramm am Krameterhof eingebunden. Was vermittelst du da?

Also ich bin für die Verarbeitungs-Sparte zuständig. Für das Brotbacken zum Beispiel, aber auch für andere Formen der Fermentation. Ich fermentiere Gemüse wie Sauerkraut, Rote Rüben, Rettich und Gurken. Mir fällt immer wieder was ein und ich experimentiere auch gerne rum. Letztens habe ich zum Beispiel unreife Zwetschken fermentiert.

Warum macht man das?

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Damit man noch mehr kleine Arbeiten hat natürlich! 
Nein, im Ernst: Weil man am Ende viel mehr Geschmacksvielfalt hat, mehr Möglichkeiten in der Küche und Lebensmittel, die lange halten. Außerdem ist fermentiertes Essen sehr gesund. Ich habe jetzt auch angefangen, Bier selber zu brauen. Da geht’s ja auch um den Fermentationsprozess.

Und? Wie schmecken diese unreif fermentierten Zwetschken?

Also in Japan werden sie Umiboshis genannt. Sie werden grün geerntet und in Salz und roten Shiso-Blättern eingelegt. Eine ur-uralte Methode. Ich war vom Ergebnis sehr überrascht: Riecht zwar immer noch nach Zwetschke, erinnert geschmacklich aber an salzige Oliven. Das war ein Experiment, ich wusste nicht, was dabei herauskommt, aber ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Deine nächsten Pläne am Krameterhof?

Ich möchte mich mit der Imkerei beschäftigen. Das kann man ja wiederum sehr gut mit dem Brauen verbinden. Ich denke daran, Met zu machen. Meine Lust am Experimentieren ist jedenfalls unerschöpflich und Ideen habe ich genug.

Und welche deiner Tätigkeiten am Hof gefällt dir am besten?

Mir macht es Spaß, dass es nie bei einer Sache bleibt. Was zu tun ist, hängt auch viel von der Jahreszeit ab, aber langweilig wird mir am Krameterhof sicher nicht.

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