Interview mit Josef A. Holzer

Josef, warum braucht es deiner Meinung nach Permakultur und was zeichnet Sie aus?

Nun, grundsätzlich gilt: wir sind Teil der Natur und müssen lernen, mit ihr zu arbeiten. Permakultur heißt: Arbeiten mit der Natur, nicht gegen sie. Ich bin unter anderem ein gelernter Förster. Im Rahmen meiner Ausbildung habe ich einen alten Förster einen Satz sagen hören, der sich mir eingeprägt hat: „Die Natur gibt uns alles. Aber nicht umsonst.“

„Natur führt, Technik folgt.
Bei jeder Entscheidung.“

Damit ich der Natur etwas abverlangen kann, muss ich zuerst einmal verstehen, wie sie funktioniert. Ich sehe das ähnlich wie in der Mathematik. Habe ich ein Grundverständnis entwickelt, kann ich mir Dinge herleiten. Verstehe ich die Abläufe in der Natur, kann ich diese in landwirtschaftliche Kultur übertragen, übersetzen.

Wie macht man das?

Wollen wir Natursysteme in unsere Kulturlandschaft übertragen, müssen wir zuerst Verständnis für Ökosysteme aufbauen und Fragen stellen. Zum Beispiel: Wie funktioniert Boden? Was ist Bodenleben? Welchen Einfluss hat meine Bodenbearbeitung auf das Leben im Boden und wie wirkt sie sich auf die Fruchtbarkeit aus? Aus der Beantwortung dieser Fragen ließe sich ableiten, wie eine sinnvolle Bodenbearbeitung aussehen könnte. Das führt uns auch zu einem wichtigen landwirtschaftlichen Gesetz, dem auch die Permakultur folgen muss: Natur führt, Technik folgt. Bei jeder Entscheidung. Nicht die Technik gibt vor, wie wir den Boden zu bearbeiten haben, sondern der Boden und das Bodenleben geben vor, wie wir arbeiten müssen, damit wir möglichst wenig Schaden anrichten. Bei der Suche nach geeigneten Techniken können wir übrigens viel von alten Kulturlandschaften lernen. Und sollte es die Techniken, die wir brauchen tatsächlich noch nicht geben, nun, dann haben wir Menschen die geistigen Kapazitäten, diese zu entwickeln.

Was unterscheidet Permakultur von anderen landwirtschaftlichen Konzepten?

Es muss klar sein, dass wir eine Flächenbegrenzung haben. Landwirtschaft bedeutet, dass wir Land bewirtschaften müssen, nicht Land verbrauchen, wie die Agrarindustrie das tut. Die lässt in Südamerika Soja anbauen, das in einer Fabrikhalle in Europa zu Schweinefleisch zusammengebaut wird. Mit Landwirtschaft hat das rein gar nichts zu tun. Das ist Industrie. Das ist Raubbau. Im Wortsinn bedeutet Landwirtschaft, eine begrenzte Fläche zu bewirtschaften. Mit der muss man auskommen. Der Begrenztheit begegnen wir, anders als konventionelle Landwirte, die vor allem Futter- und Düngemittel zukaufen müssen, nicht mit Inputs von außen.

Heißt das, es geht Dir um Autarkie?

Nein. Niemand ist autark. Autarkie ist, meiner Meinung nach, kein taugliches Konzept. Arbeitsteilung ist gut und richtig. Niemand kann alles machen und muss es auch nicht. Wir leben schließlich in Gemeinschaften. Allerdings sollte man seinen Betrieb so aufbauen, dass er nicht ständig darauf angewiesen ist, Rohstoffe und Ressourcen von außen zu bekommen. Auch unser Betrieb kauft manches zu – aber regional. Am besten sind übrigens Kooperationen mit Nachbarn. Der Begrenztheit einer Fläche begegne ich in der Permakultur aber grundsätzlich nicht mit Inputs. Unser Zugang ist ein anderer: wir diversifizieren. Vielfalt ist der Schlüssel. Vielfalt ist unsere Antwort auf Begrenztheit.

Was bedeutet das im Detail?

Stellen wir uns ein Stück Land vor, das Futter für 20 Kühe hergibt. Damit sollte ich nicht 40 Kühe versorgen müssen. Besser ist es in diesem Fall, nur zwanzig Kühe zu haben, aber dazu noch Bienen, vielleicht einen Fischteich, Obst und eine Pilzzucht. All das geht sich auf derselben Fläche aus.

„Können wir, was wir hier tun, verantworten? Ist es sinnvoll?“

Zwanzig weitere Kühe dagegen haben nicht Platz. Die müsste ich von außen versorgen, das heißt, ich müsste Ressourcen zukaufen. Und damit fangen die Probleme an. Als Bauer muss ich lernen, mit meiner Fläche auszukommen und Energie- und Nährstoffkreisläufe schaffen, beziehungsweise optimieren.

Wie schaffe ich das, wie komme ich dort hin?

Durch Reflexion. Dass es auf einem begrenzten Planeten kein unbegrenztes Wachstum geben kann, ist heute Konsens. Wer Grund und Boden hat, ihn bewirtschaften darf, ist privilegiert, und trägt Verantwortung für diese Fläche. Arbeiten wir mit Land, müssen wir uns immer wieder diese Fragen stellen: „Können wir, was wir hier tun, verantworten? Ist es sinnvoll?“. Diese Frage kann ich auf alle Bereiche anwenden. Im Acker- oder Gartenbau frage ich: „Wird mein Boden mit meiner Bewirtschaftung besser oder schlechter? Wie entwickelt er sich? Wie schaut es mit dem Humusgehalt aus? Wie mit dem Bodenleben?“ In der Tierhaltung frage ich: „Möchte ich bei mir am Hof ein Tier sein? Ja? Nein?“

„Hirn und Herz pro Hektar – Das ist die wichtigste Kennzahl in der Landwirtschaft.“

Eine vordergründig simple Frage, aber eine, mit der ich mich auseinandersetzen muss. „Wie geht es den Menschen, die mit mir gemeinsam arbeiten? Wie den Betrieben, die meine Partner sind? Wie steht es um das menschliche Miteinander?“. All diese Fragen sind wichtig und oft schwierig zu beantworten. Ich mache sicher nicht alles richtig, koche – wie alle anderen auch – nur mit Wasser, stolpere von Fehler zu Fehler. Umso wichtiger ist es, sich Zeit zu nehmen und zu reflektieren. Ansonsten verläuft man sich, wird blind. Betriebsblind. Tatsächlich gehört Reflexion zu den schwierigsten Aufgaben. Aber ohne geht es nicht.

An wen richtet sich das Angebot der Permakultur?

An alle, die an rationalen Lösungen interessiert sind. Permakultur hat absolut nichts mit Esoterik zu tun, sondern basiert auf Erkenntnissen der Naturwissenschaft. Ich arbeite auch nicht mit Wünschelruten, Mondphasen oder Kupferwerkzeug. Ich bin Bauer, kein Zauberer. Es ist mir ein Anliegen, dass man den landwirtschaftlichen Hintergrund der Permakultur begreift. Viele denken ja, Permakultur sei ein modernes, urbanes Konzept. Viele Bauern schreckt das ab. Das Thema erscheint ihnen praxisfern, vielleicht zu komplex und auch zu modisch. Daher ist es mir ein großes Anliegen, Landwirte anzusprechen und ihnen zu zeigen, dass Permakultur sehr wohl ein landwirtschaftliches Konzept darstellt. Eines der größten Probleme, die ich in der modernen Landwirtschaft sehe, ist das Copy-Paste-Problem: Überall wird nach ein und demselben Schema gearbeitet und das, obwohl es so viele unterschiedliche Situationen gibt. Lage, Klima, Marktsituation sind ja komplett unterschiedlich. Ganz besonders gilt das für die Menschen selbst: Sie führen verschiedene Leben, haben unterschiedliche Interessen, Träume, Wünsche und eine spezifische Geschichte, Ausbildung, Stärken und so weiter. Angesichts dieser Unterschiedlichkeit fällt es schwer zu glauben, dass ein und dasselbe Konzept überall funktionieren kann. Wir brauchen individualisierte Lösungen. Die können wir übrigens in der Natur finden und natürlich auch in der Auseinandersetzung mit alten Kulturlandschaften. Beschäftigen wir uns mit diesen, sehen wir, dass es für ein und dasselbe Problem ganz unterschiedliche Lösungen gibt. Man muss die Lösungen finden, die am besten zu einem passen.

Wo sind die Stärken der Permakultur im Vergleich zu anderen, biologisch-organischen Zugängen?

Jeder positive Impuls in der Landwirtschaft ist begrüßenswert und wichtig. Abgrenzungsbedürfnis ist kontraproduktiv. Betreibst du Biolandbau? Arbeitest Du nach Demeter? Nach Permakultur? Das ist mir nicht wichtig. Wichtig sind die Ergebnisse. „Die Lösung“ gibt es sowieso nicht. Aber es gibt „zu uns passende, individuelle Lösungen“. Entscheidend scheint mir die Frage, ob ich die spezifischen Bedingungen, mit denen ich konfrontiert bin, zu meinen Gunsten nutzen kann.

„Ich bin Generalist, nicht Spezialist. Mir reicht es, wenn meine Kulturen zu 80% erfolgreich sind.“

Je besser ich die Bedingungen nutzbar machen kann, umso weniger muss ich ändern, das heißt, umso weniger Ressourcen muss ich aufwenden. Daher ist die wichtigste Kennzahl in der Landwirtschaft nicht die Bodenzahl oder das lokale Klima. Viel entscheidender ist, wie viele Gedanken und wie viel Zeit ich einer Fläche widmen kann. Hirn und Herz pro Hektar – das ist die wichtigste Kennzahl in der Landwirtschaft. Wie viel Kreativität und Herzblut kann ich in die Fläche investieren? Entgegen dem Trend braucht es nicht weniger Menschen in der Landwirtschaft, sondern mehr. Meiner Meinung nach viel mehr.

Stimmt es, dass Permakultur darauf abzielt, weniger arbeiten zu müssen?

Ich denke, dass auch da ein Missverständnis die Runde macht. Nach Permakultur-Prinzipien zu arbeiten heißt nicht, weniger zu arbeiten. Im Gegenteil: wir müssen sogar mehr leisten. Mehr denken, mehr informieren, mehr suchen, mehr reflektieren und diversifizieren. Kreativität in seine Arbeit, sein Leben einfließen zu lassen, macht Spaß. Als Landwirt kann man unglaublich kreativ sein und sich entfalten. Ich bin Generalist, nicht Spezialist. Mir reicht es, wenn meine Kulturen zu 80% erfolgreich sind. Will man 100% Erfolg, braucht es viel zu viel Aufwand. Ich gebe mich mit weniger zufrieden, habe dafür aber viele verschiedene Kulturen gleichzeitig auf meinen Flächen. Ich betreibe „low-input-farming“. Mit viel Input viel Output zu erreichen, ist keine Kunst. Mit wenig Aufwand vergleichsweise viel Ertrag zu erwirtschaften, das ist es, was ich anstrebe. Und weil das auf meinem Hof gut funktioniert und mir Spaß macht, mach ich eben viele verschiedene Dinge. Ich probiere aus, teste und verwerfe auch wieder. Das bedeutet insgesamt wieder viel Aufwand. Aber das ist okay so, denn ich mache das ja sehr gerne.

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Beste Grüße,
das Krameterhof-Team

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Permakultur Gewürz- & Heilkräuter

4-Tages-Seminar

LEITUNG
Josef Andreas Holzer und Referenten des Krameterhof-Teams

Während dieses viertägigen Seminars erhalten Sie einen Einblick in die Permakultur am Krameterhof und tauchen in die faszinierende Welt der Kräuter ein.
Kräuter spielen seit Menschengedenken eine wichtige Rolle als Heilmittel bei verschiedenen Krankheiten und als Gewürze zum Verfeinern von Speisen und Getränken. Während dieses Seminars erlernen Sie unter professioneller Anleitung, worauf bei Anbau, Pflege, Ernte und Verarbeitung zu achten ist.

In einer Praxiseinheit destillieren Sie ätherisches Öl sowie Hydrolat und erzeugen verschiedene Produkte (z.B. Salben, Sirup und Badesalz).
Sie werden überrascht sein, wie einfach Sie wohltuende, köstliche und attraktive Kräuterprodukte selbst herstellen können.

Legen Sie bei der Gestaltung eines Kräuterbeets selbst Hand an und lernen sie, wie man kostengünstig frische Kräuter aussäen, kultivieren und vermehren kann.
Nutzen Sie dieses Seminar, um sich Ihr eigenes, wohltuendes Kräuterparadies zu schaffen.

PROGRAMM

1. TAG: BEGRÜSSUNG, EINFÜHRUNG UND BESICHTIGUNG

10.00 Uhr – 17.00 Uhr
(Mittagspause von ca. 12.00 Uhr – 13.00 Uhr)

2. TAG: PERMAKULTUR IN GARTENBAU UND LANDWIRTSCHAFT MIT SCHWERPUNKT AUF HEIL- UND GEWÜRZKRÄUTER

09.00 Uhr – 17.00 Uhr
(Mittagspause von ca. 12.00 Uhr – 13.00 Uhr)

3. TAG: GESTALTUNGSMÖGLICHKEITEN MIT KRÄUTERN

09.00 Uhr – 17.00 Uhr
(Mittagspause von ca. 12.00 Uhr – 13.00 Uhr)

4. TAG: KRÄUTER(PRODUKTE), DIE GUTTUN, GUT SCHMECKEN & FREUDE BEREITEN

09.00 Uhr – 16.00 Uhr
(Mittagspause von ca. 12.00 Uhr – 13.00 Uhr)

KOSTEN

INKL. VERPFLEGUNG €  590,– je Teilnehmer

Mit der Buchung akzeptieren Sie unsere Teilnahmebedingungen zu Führungen und Seminaren. Diese finden Sie im Impressum auf unserer Website.

TERMIN

24.06. – 27.06.2021

TEILNAHME

Um an einem Seminar teilzunehmen, nutzen Sie bitte die Schaltfläche:

Eine vorausgehende Anmeldung ist ausdrücklich erforderlich.

Die Veranstaltung findet bei jeder Witterung statt.
Bitte unbedingt wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk mitbringen.

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Holzer permaculture Krameterhof
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Wasser ist Leben

4-Tages-Seminar

LEITUNG
Josef Andreas Holzer und Referenten des Krameterhof-Teams

Bei diesem viertägigen Seminar erhalten Sie einen Einblick in die Permakultur am
Krameterhof und die vielfältigen Möglichkeiten der naturnahen Landwirtschaft.
Im Zentrum dieses Seminars steht das Thema Wasser. Sie erlernen Grundlegendes zu Wasserhaushalt, Regenwassersammlung, Wasserretention und Bewässerung in der Permakulturlandschaft. Ein Highlight ist das gemeinsame Fassen einer Trinkwasser-Quelle. Natürlich wird auch der Aufbau und die Anlage von Teichen und Wassergärten in Theorie und Praxis behandelt. Nutzen Sie dieses Seminar als ersten Schritt zu Ihrer eigenen Wasserlandschaft!

PROGRAMM

1. TAG: BEGRÜSSUNG, EINFÜHRUNG UND BESICHTIGUNG

10.00 Uhr – 17.00 Uhr
(Mittagspause von ca. 12.00 Uhr – 13.00 Uhr)

2. TAG: PERMAKULTUR IN LANDWIRTSCHAFT UND GARTENBAU MIT SCHWERPUKT AUF HYDROLOGIE, RETENTION UND TEICHANLAGEN

09.00 Uhr – 17.00 Uhr
(Mittagspause von ca. 12.00 Uhr – 13.00 Uhr)

3. TAG: GEOLOGIE, HYDROGEOLOGIE UND NATURTEICHBAU

09.00 Uhr – 17.00 Uhr
(Mittagspause von ca. 12.00 Uhr – 13.00 Uhr)

4. TAG: QUELLEN – FINDEN UND FASSEN IN DER PRAXIS

09.00 Uhr – 16.00 Uhr
(Mittagspause von ca. 12.00 Uhr – 13.00 Uhr)

KOSTEN

INKL. VERPFLEGUNG €  690,– je Teilnehmer

Mit der Buchung akzeptieren Sie unsere Teilnahmebedingungen zu Führungen und Seminaren. Diese finden Sie im Impressum auf unserer Website.

TERMIN

05.08. – 08.08.2021
02.09. – 05.09.2021 (english)

TEILNAHME

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Einführung in die Holzer Permakultur

4-Tages-Seminar

LEITUNG
Josef Andreas Holzer und Referenten des Krameterhof-Teams

In diesem Seminar lernen Sie nicht nur die Grundlagen der Permakultur am Krameterhof kennen, sondern Sie erfahren darüber hinaus viel Wissenswertes und Nützliches für den Weg zu ihrem eigenen Permakultur-Projekt. Darüber hinaus erlernen Sie wichtige Techniken wie Mulchen oder Kompostieren und werden mit den Vorteilen von Mischkultur, Fruchtfolge und biologischem Pflanzenschutz vertraut gemacht. Da man sich am besten merkt, was man selbst ausprobiert, werden Sie immer wieder Hand anlegen und das Gelernte in der Praxis umsetzen. Nützen Sie dieses Seminar als ersten Schritt zur eigenen Permakultur.

PROGRAMM

1. TAG: BEGRÜSSUNG, EINFÜHRUNG UND BESICHTIGUNG

10.00 Uhr – 17.00 Uhr
(Mittagspause von ca. 12.00 Uhr – 13.00 Uhr)

2. TAG: PERMAKULTUR IN LANDWIRTSCHAFT UND GARTENBAU

09.00 Uhr – 17.00 Uhr
(Mittagspause von ca. 12.00 Uhr – 13.00 Uhr)

3. TAG: PERMAKULTUR IN LANDWIRTSCHAFT UND GARTENBAU

09.00 Uhr – 17.00 Uhr
(Mittagspause von ca. 12.00 Uhr – 13.00 Uhr)

4. TAG: PERMAKULTURGARTEN

09.00 Uhr – 16.00 Uhr
(Mittagspause von ca. 12.00 Uhr – 13.00 Uhr)

KOSTEN

INKL. VERPFLEGUNG €  590,– je Teilnehmer

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TERMIN

03.06. – 06.06.2021
22.07. – 25.07. 2021
12.08. - 15.08.2021
09.09. – 12.09.2021 (englisch)

TEILNAHME

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Holzer permaculture Krameterhof
Holzer permaculture Krameterhof

Obst(Wald)Gärten

4-Tages-Seminar

LEITUNG
Josef Andreas Holzer und Referenten des Krameterhof-Teams

Neben den Grundlagen der Permakultur am Krameterhof stehen die Schwerpunkte Waldgarten – Agroforstsysteme und Obstbau im Zentrum dieses viertägigen Seminars.
Wir werden uns intensiv mit Kreislaufwirtschaft, Humusaufbau, Kompostierung und Mulch beschäftigen.

Lernen Sie die Vorteile und Funktionsweise eines „Waldgartens“ kennen. Erproben Sie in einer intensiven Praxiseinheit das Baumveredeln. Diese uralte Kulturtechnik bietet Ihnen die Möglichkeit, einen perfekt an die eigenen Wünsche und den jeweiligen Standort angepassten Obst- oder Waldgarten zu verwirklichen und zum Erhalt alter und selten gewordener Obstsorten beizutragen. Nützen Sie dieses Seminar als Impulsgeber für Ihren eigenen Obst(Wald)garten!

PROGRAMM

1. TAG: BEGRÜSSUNG, EINFÜHRUNG UND BESICHTIGUNG

10.00 Uhr – 17.00 Uhr
(Mittagspause von ca. 12.00 Uhr – 13.00 Uhr)

  • Einführung in die Philosophie der Permakultur am Krameterhof
  • Besprechung einiger Grundprinzipien der Holzer Permakultur
  • Besichtigung und Besprechung diverser Anlagen am Krameterhof

2. TAG: PERMAKULTUR IN LANDWIRTSCHAFT UND GARTENBAU – MIT SCHWERPUNKT AUF AGROFORST, OBSTBAU UND WALDGARTEN

09.00 Uhr – 17.00 Uhr
(Mittagspause von ca. 12.00 Uhr – 13.00 Uhr)

  • Besichtigung und Besprechung diverser Anlagen am Krameterhof
  • Agroforstwirtschaft, Obstbau und Waldgarten am Beispiel Krameterhof
  • Vertiefung der Permakulturprinzipien Kreislaufwirtschaft und Mehrfachnutzung
  • Gestaltungsmöglichkeiten mit Gehölzen

3. TAG: THEORIE DER OBSTBAUMVEREDLUNG

09.00 Uhr – 17.00 Uhr
(Mittagspause von ca. 12.00 Uhr – 13.00 Uhr)

  • Obstbaumveredlung – Wozu? Einführung und Hintergründe
  • Veredelungsmethoden
  • Materialkunde und Qualitätskriterien

4. TAG: PRAXIS DER PFLANZENVERMEHRUNG UND OBSTBAUMVEREDELUNG

09.00 Uhr – 16.00 Uhr
(Mittagspause von ca. 12.00 Uhr – 13.00 Uhr)

  • Praxisübungen zu den einzelnen Veredlungstechniken
  • Baumveredlung in der Praxis – Anwendung der erlernten Veredlungstechniken und Pflanzung der Jungbäume (einen dieser selbst veredelten Bäume darf man mit nach Hause nehmen)
  • Abschlussbesprechung und Fragenrunde
  • Zertifikatsverleihung

KOSTEN

INKL. VERPFLEGUNG €  590,– je Teilnehmer

Mit der Buchung akzeptieren Sie unsere Teilnahmebedingungen zu Führungen und Seminaren. Diese finden Sie im Impressum auf unserer Website.

TERMIN

27.05. – 30.05.2021

TEILNAHME

Um an einem Seminar teilzunehmen, nutzen Sie bitte die Schaltfläche:

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Die Veranstaltung findet bei jeder Witterung statt.
Bitte unbedingt wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk mitbringen.

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Holzer permaculture Krameterhof
Holzer permaculture Krameterhof
Holzer permaculture Krameterhof
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Einjähriger Lehrgang

Holzer Permakultur Praktiker/in 2021/22

1. Einleitung

Jenseits von Monokulturen, Massentierhaltung und Raubbau an der Natur gibt es eine Landwirtschaft, die verantwortungsvoll, vielschichtig und kreativ ist: Holzer Permakultur ist eine alternative, nachhaltige Form der Landwirtschaft.

Wir können unseren LehrgangsteilnehmerInnen zeigen, was alles möglich ist, wenn man sich die Komplexität, Vielfalt und Produktivität der Natur zunutze macht. 

Unsere Lehrerin ist die Natur, weshalb unsere Lehrgänge, soweit es die Witterung zulässt, im Freien stattfinden. Der Fokus liegt auf praktischer Arbeit mit und in der Natur, wo komplexe Zusammenhänge, Wechselbeziehungen und Abhängigkeiten durch Erleben begreiflich werden.

2. Lehrgang

2.1
ZIEL

Ziel des Lehrgangs ist es, die grundlegenden Arbeitsweisen und Anwendungsgebiete der Holzer Permakultur in der Praxis zu erlernen, das Wissen um die Zusammenhänge in der Natur auszubauen und Einblick in verschiedene Möglichkeiten der Bewirtschaftung von Permakulturbetrieben im In- und Ausland zu erlangen. Der Lehrgang ist als Zusatzqualifikation zu sehen und ersetzt keine Berufsausbildung. Er soll neue Sichtweisen und Möglichkeiten aufzeigen und bei der Entwicklung und Umsetzung eigener Konzepte helfen.

2.2
PRAXIS UND LEHR IN DER NATUR

Hervorzuheben ist, dass der Lehrgang Holzer Permakultur PraktikerIn sehr praxisorientiert aufgebaut ist. Nach Erläuterung der nötigen theoretischen Grundlagen werden alle Lehrinhalte, soweit das möglich ist, auch praktisch umgesetzt. Daher finden die Lehrgänge, soweit es die Witterung zulässt, im Freien statt.

2.3
SEMINARE BEI PROJEKTEN IM IN- UND AUSLAND

Ein Teil des Lehrgangs findet bei Projekten außerhalb des Krameterhofs statt. Die TeilnehmerInnen können so Erfahrungen in verschiedenen Regionen sammeln und bei der Entwicklung eines „realen Projekts“ mitarbeiten. So wird die Fähigkeit trainiert, sich auf unterschiedliche Ausgangssituationen einzustellen und den Blick für die wesentlichen Zusammenhänge zu schärfen. Zwei Projektkurse können bei LehrgangsteilnehmerInnen stattfinden. Nähere Informationen und Voraussetzungen für die Bewerbung als Projektort werden am ersten Kurstag am Krameterhof besprochen.

2.4
LEHRGANGSLEITUNG UND VORTRAGENDE

Josef Andreas Holzer ist als Veranstalter für die organisatorische und inhaltliche Leitung des Lehrgangs verantwortlich und Ansprechpartner für alle TeilnehmerInnen. Unser Referenten-Team ist seit mehreren Jahren eingespielt und stellt sich auf unserer Webseite (unter dem Menüpunkt Team) vor. Zudem werden Gastreferenten zu verschiedenen Themenschwerpunkten eingeladen.

2.5 RAHMENBEDINGUNGEN

Der Lehrgang wird entsprechend den Teilnahmebedingungen (siehe „TEILNAHMEBEDINUNGEN / LEHRGANG / HOLZER PERMAKULTUR PRAKTIKER/IN 2021/22“) durchgeführt.

2.5.1 Dauer und Gliederung des Lehrgangs

Der Lehrgang findet über den Zeitraum eines ganzen Jahres statt und dauert insgesamt 44 Tage. Die verschiedenen Inhalte werden in Theorie und Praxis erläutert bzw. erprobt. Einzelne Themenschwerpunkte werden geblockt und in Form von 10, jeweils viertägigen Seminaren abgehandelt. Zusätzlich finden in den seminarfreien Monaten (November bis Februar) 4 weitere Seminartage in Form von Onlinekursen statt.
Kursbeginn ist jeweils um 09.00 Uhr (außer am Anreisetag – 10.00 Uhr).
Kursende ist jeweils um 17.00 Uhr (außer am Abreisetag – 16.00 Uhr).
Die Onlinekurse finden jeweils von 10.00 bis 16.00 Uhr statt.

2.5.2 Ort

6 der jeweils 4-tägigen Seminarblöcke finden am Krameterhof statt. 2 Seminarblöcke werden als Projektkurse bei Projekten von LehrgangsteilnehmerInnen durchgeführt, 2 Seminarblöcke finden bei Partnerbetrieben in Österreich und Deutschland statt.

2.5.3 Lehrgangskosten

Die Lehrgangsgebühr beträgt EUR 4.500,- zuzüglich 20 % USt (€ 5.400,- inkl.), und ist vorab zu bezahlen. Sofern die Kurse am Krameterhof stattfinden, ist eine Mittagsverpflegung mit hofeigenen Produkten im Kursbeitrag enthalten. Die Kosten für GastreferentInnen, Eintritte, Kursunterlagen und sonstige Materialien sind ebenfalls im Preis inkludiert. Unterbringung sowie Reisekosten sind nicht in der Lehrgangsgebühr enthalten.

2.5.4 Unterbringung und Verpflegung

An den Kurstagen am Krameterhof sorgt unsere Hofküche für das Mittagessen. KursteilnehmerInnen erhalten ein 3-gängiges Menü aus hofeigenen Produkten, welches in den Lehrgangskosten inbegriffen ist. Komfortable Nächtigung für Kurse am Krameterhof ist in günstigen Quartieren in der näheren Umgebung möglich. Die Unterbringung ist nicht in den Lehrgangskosten inbegriffen und muss selbständig organsiert werden.

2.6
BEURTEILUNG

Der erfolgreiche Abschluss des Lehrgangs Holzer Permakultur PraktikerIn setzt eine positive Gesamtbeurteilung durch die Kursleitung voraus. Die Beurteilung setzt sich aus folgenden Punkten zusammen:
  1. Anwesenheit (mindestens 70 %) (s. 2.6.1)
  2. Mitarbeit (Praxis und Referate) (s. 2.6.2)
  3. Abschlussprojekt (s. 2.6.3)
  4. Eigeninitiative sowie eigene Projekte werden zusätzlich in die Beurteilung einbezogen

2.6.1 Anwesenheit

Bei zu geringer Anwesenheit und vorheriger Absprache besteht die Möglichkeit, fehlende Kurse nachzuholen.

2.6.2 Mitarbeit

Engagement und Motivation während der Seminare wird als Basis der Mitarbeit angesehen.

2.6.3 Abschlussprojekt

Im Laufe des Lehrgangs muss jede/r TeilnehmerIn ein Abschlussprojekt erstellen und dieses im letzten Kursblock präsentieren. Dies soll als Nachweis für das Verstehen der Lehrinhalte und zur Vertiefung des Gelernten dienen. Die Erfahrung zeigt, dass diese Abschlussprojekte eine willkommene Möglichkeit sind, eigene Projekte zu entwickeln und zu verwirklichen.

2.7
ZERTIFIZIERUNG

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung erhalten Sie das Zertifikat „Holzer Permakultur Praktiker/in“. Das Zertifikat bescheinigt, dass Sie die Philosophie, Prinzipien und Grundlagen nachhaltigen Arbeitens mit der Natur im Sinne der Holzer Permakultur in der Praxis erlernt haben.

2.8
LEHRINHALTE

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung erhalten Sie das Zertifikat „Holzer Permakultur Praktiker/in“. Das Zertifikat bescheinigt, dass Sie die Philosophie, Prinzipien und Grundlagen nachhaltigen Arbeitens mit der Natur im Sinne der Holzer Permakultur in der Praxis erlernt haben.

Waldwirtschaft und Agroforstwirtschaft

Hydrologie und Wassermanagement

Naturnahe Teichwirtschaft

Geologie und Bodenkunde

Konzeptentwicklung, Planung und Landschaftsgestaltung

Heilpflanzenkunde

Gartenbau

Obstbau

Landwirtschaft und Tierhaltung

Imkerei und Bienenkunde

Agrarökologie und Pflanzenkunde

Selbstversorgung

Urban Gardening

Alternative Energie- und Energiesparsysteme

Alte und bewährte bäuerliche Arbeitstechniken

2.9
TERMINE

Krameterhof

Projektkurs

Online

Partnerbetrieb

Projektkurs

Partnerbetrieb

Krameterhof

ZAHLUNGS-BEDINGUNGEN

Lehrgangsgebühr

Die Lehrgangsgebühr beträgt € 4.500,– zuzüglich 20 % USt. Daraus ergibt sich ein Betrag von EUR 5.400,–, welcher in drei Teilbeträgen zu bezahlen ist.

– Teilbetrag (inkl. Ust.): € 1.800,– fällig bei Anmeldung
– Teilbetrag (inkl. Ust.): € 1.800,– fällig bis 01.02.2021
– Teilbetrag (inkl. Ust.): € 1.800,– fällig bis 01.05.2021

Falls Sie abgeänderte Zahlungsmodalitäten wünschen (mehrere Raten zu geringeren Teilbeträgen etc.), teilen Sie uns bitte Ihren Vorschlag mit. Gerne versuchen wir eine für Sie passende Zahlungsweise zu finden.

Bankverbindung

Sämtliche Zahlungen haben in Euro auf das Konto des Veranstalters zu erfolgen: Josef Andreas Holzer / Krameterhof Lungau eGen KRAMETERHOF / Josef Andreas Holzer IBAN: AT46 3506 3000 1802 4000 BIC: RVSAAT2S063 Verwendungszweck: „Name + Lehrgangsgebühr 2021/22“

TEILNAHME-BEDINGUNGEN

Unsere Teilnahmebedingungen für den Lehrgang Holzer Permakultur Praktiker/in finden Sie hier.

Über nachstehende Schaltfläche können Sie sich für den Lehrgang bewerben:

Holzer permaculture Krameterhof
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Holzer permaculture Krameterhof
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Holzer permaculture Krameterhof
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Tagesführung

Permakultur Krameterhof

LEITUNG
Josef Andreas Holzer

Im Rahmen unserer Tages-Führung verbringen Sie einen abwechslungsreichen und informativen Tag auf dem Krameterhof. Die ganztägige Tour führt sie durch mehrere Kilometer Terrassen- & Teichlandschaft und bietet Einblicke in die Wirtschaftsweise und die ökologischen Zusammenhänge unserer Permakultur. Josef Andreas Holzer teilt sein Wissen über die Besonderheiten und Hintergründe unserer Bewirtschaftungsform und beantwortet gerne Ihre Fragen. Lassen sie sich inspirieren und holen Sie sich Anregungen und Tipps für Ihren Garten, Ihre Landwirtschaft, Ihr Projekt.

PROGRAMM

10.00 Uhr – 17.00 Uhr
(Mittagspause von ca. 12.00 Uhr – 13.00 Uhr)

KOSTEN

INKL. VERPFLEGUNG €  130,– je Teilnehmer

Mit der Buchung akzeptieren Sie unsere Teilnahmebedingungen zu Führungen und Seminaren. Diese finden Sie im Impressum auf unserer Website.

TERMINE

29.05.2021
05.06.2021
19.06.2021
26.06.2021
17.07.2021
24.07.2021 – (english)
14.08.2021 – (english)

21.08.2021
11.09.2021
18.09.2021

TEILNAHME

Um an einem Seminar teilzunehmen, nutzen Sie bitte die Schaltfläche:

Eine vorausgehende Anmeldung ist ausdrücklich erforderlich.

Die Veranstaltung findet bei jeder Witterung statt.
Bitte unbedingt wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk mitbringen.

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